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Galerie Artis Büren, Solothurner Tagblatt
Galerie Artis Büren

Liebe zur Kunst als Motivation

Zurzeit präsentiert Galeristin Trudi Lädrach ihre zweite Ausstellung am neuen grösseren Ort in Büren. Mit dem Standortwechsel im Stedtli bieten sich ihr neue Möglichkeiten zur Realisation einer "läbigä" Galerie.


Während sechs Jahren zeigte Trudi Lädrach an der Kreuzgasse in Büren Kunst, die ihr am Herzen liegt. Jetzt ist die Galerie Artis in neuen Räumlichkeiten an der Hauptgasse 32 untergebracht. Ein Schritt der der Kunstliebhaberin ermöglicht, in einem rund vier Mal so grossen Raum wie vorher Kunstwerke einer breiteren Oeffentlichkeit zugänglich zu machen.

Vorgesehen sind bis fünf Ausstellungen

Trudi Lädrach strahlt als sie die Türe zur neuen Galerie öffnet in der passend immer noch ein frischer Farbgeruch in der Luft hängt. Dort wo einst Alt-Bunderat Samuel Schmid sein erstes Advokaturbüro führte, später ein Ladenlokal untergebracht war, sind nun Kunstwerke zu bestaunen. Bis fünf Wechselausstellungen im Jahr will Trudi Lädrach zeigen. Bewusst legt sie sich dabei nicht auf einen bestimmten Stil fest, will offen sein für vieles: "Entscheidend und wichtig bei der Wahl, was ich zeige, ist für mich das Engagement des Machers. Wenn ich fühle, dass da das Kunstschaffen ein inneres Anliegen ist und mich das Werk anspricht, bin ich offen, ihr oder ihm die Plattform meiner Galerie zum Ausstellen zu geben."

Galerie soll leben

Eine besondere Motivation, sich für die Kunst einzusetzen braucht Trudi Lädrach nicht: "Ich bin mit der Auseinandersetzung mit Kunst aufgewachsen. Ich bin überzeugt, Bilder und Skulpturen sind für den Menschen wichtig." So wie Bilder zu den Menschen sprechen, erhofft sie sich auch, dass in ihrer Galerie Artis über Bilder gesprochen wird und Menschen miteinander sprechen. Sie strebt eine "läbigi" Galerie an, will ein Begegnungsort für Künstler und Kunstinteressierte schaffen. Nach und nach sollen in der Galerie, jetzt wo Platz vorhanden ist, parallel zu den Ausstellungen auch Rahmenveranstaltungen stattfinden. Die Galerie soll aber ebenso ausserhalb von organisierten Veranstaltungen zu einem Treffpunkt werden.

Ruhige Momente

Die noch bis zum 27. Juni laufende Ausstellung mit den beiden Künstlerinnen Kathrin Biffi-Frey aus Luzern und Monika Senn aus Büren schafft beispielsweise eine Atmosphäre in der eben die Auseinandersetzung mit interessanten Kunstwerken, aber auch ein angeregtes Gespräch über diese oder Kunst im allgemeinen in den Galerieräumlichkeiten möglich ist. Die Ruhe und Schönheit, die die Papierarbeiten von Kathrin Biffi-Frey und die Malerei von Monika Senn, die im wahrsten Sinne des Wortes mit eingefangenen Filmsequenzen ruhende Momente in eine bewegte Welt bringt, ausstrahlen, laden geradezu zum Verweilen und einer vertieften Beschäftigung mit dem zu Sehenden ein.

Thomas Schärli, Solothurner Tagblatt